Jetzt, wo die Natur erwacht, ist es Zeit, alles das loszulassen, was dich Kraft kostet. Investiere deine Energie lieber in Menschen und Projekte, die dich zum Blühen bringen.

Genießt du sie auch, die ersten Frühlingsboten in blau, gelb und grün?! Die kleinen Knospen, die sich jetzt bereits gegen den Schnee durchsetzen? Ich freue mich derzeit jeden Tag aufs Neue über die Blumen, die trotz Schneeregen bereits blühen und das farbenprächtige Erwachen der Natur ankündigen. Die Kraft, die dahintersteckt, ist spürbar und ich staune immer wieder fasziniert, dass das alles von allein geschieht.

Mach es wie die Natur

Jedes Jahr zur gleichen Zeit erblüht die Natur, ohne unser Dazutun. Aber, damit Bäume und Sträucher jedes Jahr neu erblühen können, müssen sie bereits im Herbst ihr Laub und ihre Früchte loslassen und sich zurückziehen. So ist es auch für uns Menschen. Auch wir müssen uns immer wieder von Altem trennen, damit Neues gedeihen kann. Dies gilt sowohl für Materielles, als auch für Emotionales.

Mach dich frei!

Die Zahl der Krankentage aufgrund von psychischen Problemen ist in Deutschland laut der Funke Mediengruppe zwischen 2007 und 2017 von 48 Mio. auf 107 Mio. gestiegen. Eine katastrophale Entwicklung, der es entgegenzuwirken gilt! Psychische Probleme entstehen, wenn wir Dinge tun, die uns nicht gut tun, mit Menschen zusammen sind, die uns schaden und uns daran hindern, wir selbst zu sein. Psychische Stabilität entwickelt sich hingegen, wenn wir Achtsamkeit entwickeln und das tun, was der Entwicklung und der Befreiung unserer Seele entspricht. Mach dich also frei von all den Dingen, die dich belasten, dir ein ungutes Gefühl geben und dir die Kraft zum Leben nehmen.

Zeit loszulassen …

Die Fastenzeit im Frühjahr unterstützt den Prozess der Loslösung und Läuterung auf ganz wundervolle Weise. Während wir eine gewisse Zeit lang zum Beispiel auf Alkohol, Fleisch, Internet oder etwas anderes verzichten, kann uns überhaupt erst bewusst werden, wie abhängig wir von jemandem sind oder anders rum betrachtet, wie gut es uns geht, wenn wir uns von etwas trennen, das einen wichtigen Platz in unserem Leben eingenommen hat.

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Wie wäre es, wenn auch du einen Frühjahrsputz machst und dich von all dem trennst, was dich an deinem Wachstum hindert? Nimm für die folgende Übung am besten ein Stück Papier und einen Stift zur Hand. Diese „Aufgaben“ sollen dich dabei unterstützen, Altes loszulassen:

Lass Altes los

Notiere die sieben wichtigsten Ruheräuber und Energiefresser in deinem Alltag. Dazu können Menschen zählen, die dauernd etwas an dir auszusetzen haben, dich Kraft kosten oder dir Nerven rauben, oder auch Kontakte, die dir Zeit stehlen und dich unzufrieden machen.

 

Über diese Menschen mache ich mir zu viele negative Gedanken (und lasse sie deshalb los):

 

Stattdessen werde ich den Kontakt mit folgenden positiven Menschen intensivieren:

 

Sich von Energiefressern zu befreien, Zeiträuber zu reduzieren und stattdessen die Praxis der Achtsamkeit, das Innehalten für ein paar Atemzüge in Achtsamkeit oder eine Stille-Meditation zu etablieren stellt in unserer Gesellschaft eine große Herausforderung dar.

Schließlich ist die Marktwirtschaft darauf ausgelegt, uns auf Trab zu halten, uns zu verunsichern, mit Ängsten zu füttern und dafür zu sorgen, dass wir ruhelos werden und bleiben. Ruhelose, unzufriedene, verängstigte und unsichere Menschen sind potenzielle und kritiklose Konsumenten von Dingen, die den Zustand des Mangels und der Unsicherheit vermeintlich beenden: das große Auto, die dritte Lebensversicherung, das neueste Smartphone.

Schwimme also gegen den Strom und halte dir deine Motivation immer wieder bewusst vor Augen: Wahre Ruhe findest du nur in dir! Keiner kann diesen Job für dich erledigen, kein Konsum wird dich erlösen.

Deshalb mach einen Frühjahrsputz auf allen Ebenen und befreie dich nicht nur von Menschen, die dir nicht gut tun, sondern auch von Gewohnheiten, die dir schaden.

Diese Gewohnheit tut mir nicht gut (und deshalb lasse ich sie jetzt los):

 

Stattdessen etabliere ich jetzt diese entspannende Tätigkeit:

 

Diese Beschäftigungen nehmen mir meine Energie, anstatt mir Energie zu geben. Deshalb lasse ich sie jetzt los:

 

Stattdessen werde ich jetzt folgende spirituelle Praxis machen:

 

Und natürlich ganz wichtig ist, dass du dich immer wieder lobst für das, was du loslässt und für das, was du dir Gutes tust. Leider haben wir die Tendenz, immer auf das zu schauen, was uns nicht gelingt. Eine wertschätzende Haltung dir selbst gegenüber sowie ein Blick auf das, was du bereits alles geleistet hast, wird dich auch darin unterstützen, deine Einzigartigkeit noch mehr zum Blühen zu bringen.

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Doris Iding
Doris Iding ist Ethnologin, Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin mit Schwerpunkt Integration östlicher Heilverfahren in den Westen und bewusstseinsverändernde Techniken. Ihr besonderes Interesse gilt der Vermittlung eines neuen Bewusstseins, bei dem der Mensch nicht mehr dogmatisch an alten Traditionen und Lehren festhält, sondern sich dafür öffnet, dass alles miteinander verbunden ist. In ihren Artikeln und Seminaren vermittelt sie auf leichte und spielerische Weise, wie wir entspannt, achtsam und wohlwollend zu uns selbst finden können. Vierzehn ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.

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