Ein Interview zum Thema psycho-aktive Substanzen mit dem Zen-Lehrer Vanja Palmers Um tiefe spirituelle Erfahrungen zu machen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Eine davon ist der Gebrauch von psychoaktiven Substanzen. Während, wie im vorhergehenden Artikel bereits erwähnt, der Gebrauch von Rauschdrogen in vielen indigenen Kulturen auch heute noch fester Bestandteil von sakralen Riten ist, die extra dafür entwickelt wurden, um über die Halluzinogene Kontakt mit dem Göttlichen herzustellen, müssen wir uns in unseren Breitengraden andere Wege ergehen. Deshalb treffen sich jedes Jahr in Basel Experten, die mit Hilfe von unterschiedlichen Substanzen das schier unendlich scheinende Spektrum des Bewusstseins erforschen. Auch 2008 fanden sich zum Welt Psychedelik Forum in Basel neben dem 101jährigen Albert Hofmann, dem Erfinder des LSD, eine Vielzahl von Psychologen, Ethnomedizinern, Ethnologen, Sinnsuchenden und Experten ein. Unter ihnen war auch Vanja Palmers, Tierschutzaktivist und Zen-Lehrer, der durch eine tiefgehende LSD-Erfahrung in seiner Jugend über Yoga zum Zen kam und eines der schönsten Meditationszentren Europas, das Felsentor, mitbegründete. Interview YOGA AKTUELL: Wie würden Sie sich selbst dem Leser in ein paar Sätzen vorstellen? Vanja Palmers: Ich bin eine Ansammlung von Skandas (lacht). Das würde man zumindest im Buddhismus sagen. D.h., ich bin eine Anhäufung von verschiedenen Kräften, die in mir die Illusion einer Person entstehen lassen, an die ich glaube, an der ich anhafte und die ich auch immer wieder loslassen muss, um zu dem vorzustoßen, was eigentlich ist. Wer oder was sind Sie denn jenseits der Skandas? Jenseits der 5 Skandas bin ich eine geheimnisvolle, wache Gegenwärtigkeit. In meiner Inkarnation als historisches, begrenztes Wesen lebe ich in der Schweiz, bin 60 Jahre alt, praktiziere seit ungefähr 35 Jahren Zen und bin ein engagierter Tierschützer. Sonst eigentlich eher etwas träge und nicht so diszipliniert. (Eine Ordensschwester vom Meditationszentrum Felsentor, die beim Interview mit anwesend ist, lacht laut auf.) Warum lachen […]

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Doris Iding
Doris Iding ist Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin. „Selbstbewusstsein statt Selbstoptimierung“ spielen für sie die zentrale Rolle. Sie vermittelt, wie wir spielerisch und mit einem Augenzwinkern zu uns selbst finden können, ohne uns dabei in Oberflächlichkeiten zu verlieren. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.

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