In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

„Form follows function“: Ein Asana muss in erster Linie sinnvoll für den Praktizierenden sein. Wie man Haltungen bedürfnisgerecht und mit Rücksicht auf bestimmte Handicaps modifizieren kann, zeigt das Team von Lord Vishnus Couch. Diesmal: Salamba Sarvangasana Der Schulterstand wird auf Sanskrit „sarvangasana“ genannt, da er eine Wirkung auf den ganzen Körper und seine Funktionen ausübt. Das Wort „sarva“ bedeutet „das Ganze“, und „anga“ ist der Körper bzw. die Körpergliedmaßen. Für den gestützten Schulterstand ist eine kräftige, innere Körperspannung notwendig, um die vertikale Umkehrung des Körpers aufrechtzuerhalten. Hände und Schultern stützen den Rücken, und das Becken ist in der klassischen Variante dieses Asanas über dem Schultergürtel ausgerichtet. Die in der Literatur aufgeführten positiven Wirkungen des Schulterstands sind zahlreich und vielseitig, vor allem wird die positive Wirkung auf die Schilddrüse erwähnt, die wiederum die Hormonproduktion des ganzen Körpers beeinflusst. Aber auch hier sollte man die individuelle Konstitution des Schülers zugrunde legen und nicht von der gleichen Wirkung für alle ausgehen. Bevor wir also den Schulterstand mit unseren Schülern üben, sollten wir unser Bewusstsein für folgende Aspekte der Position schärfen: B.K.S. Iyengar rät Frauen während ihrer Menstruation und Menschen mit Netzhautablösungen gänzlich vom Üben des Schulterstands ab. Ebenso kontraindiziert sind Verletzungen und starke Verspannungen in der Halswirbelregion, da hier die größte Belastung auf den Körper stattfindet. Eine kräftige und gesunde Halswirbelsäule halten wir sogar für eine Voraussetzung, um den Schulterstand zu üben. Und selbst dann sollte man sich bewusst machen, dass die Halswirbelsäule um fast 90° gebeugt wird und unser ganzes Körpergewicht auf den durch die Flexion der HWS belasteten Bandscheiben, besonders im Übergang vom letzten Halswirbel zum ersten Brustwirbel, liegt. Die Faserringe der Bandscheiben der Halswirbelsäule sind im Vergleich zu den Bandscheiben der restlichen Wirbelsäule viel kleiner und dünner, da sie anatomisch nicht dazu vorgesehen sind, viel Gewicht zu tragen, und dadurch […]

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