In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Padmasana, Kukutasana und Mayurasana – der Lotussitz als Armbalance   Asanas und deren Sinn und Zweck in der Yogapraxis bieten häufig Stoff für Diskussionen zwischen Yogalehrern und/oder -praktizierenden. Unumstritten ist dabei, dass das Wort „Asana“ ursprünglich einen Sitz und erstmal weniger die akrobatisch anmutenden Verrenkungen meint. Immer häufiger verbreitet sich sogar die These, dass ein Großteil der Asanas, die uns in zeitgemäßen Yogaklassen rund um den Globus begegnen, erst im Laufe des letzten Jahrhunderts in das Yogasystem eingefügt worden sind. Die Einschätzung, inwiefern das richtig ist, überlasse ich an dieser Stelle einfach mal jedem Einzelnen. Zumindest Padmasana, der Lotussitz, mit dem wir uns in dieser Ausgabe ausgiebig beschäftigen, wurde textlich bereits vor ungefähr 500 bis 600 Jahren in der Hatha-Yoga-Pradipika erwähnt – jenem Text, der die Grundlagen für alle körperlichen Yogaformen beschreibt, die sich danach entwickelt haben. In dieser damals neuen Art, Yoga zu praktizieren, wird der Körper als Instrument erheblich in die spirituelle Praxis einbezogen und soll nicht mehr lediglich eine Position finden, in der es sich ungestört meditieren lässt. Und ich denke, das hat so bis zum heutigen Tage Bestand. Wer sich bereits am Lotussitz probiert hat, weiß vielleicht, dass er leichter aussieht, als er ist. Für die Knie- und Fußgelenke kann dieser Sitz eine erhebliche Belastung darstellen, und wenn die Außenrotation in den Hüften eingeschränkt ist, schafft man es erst gar nicht, die Beine derart ineinander zu verknoten. Das Asana wird so gewissermaßen zu einer Metapher. Ähnlich wie der Lotus bevorzugt in Teichen und Tümpel wächst, die am Grund so richtig schön schlammig sind, muss man sich – zumindest sinnbildlich – auch für Padmasana durch allerlei Ablagerungen wühlen, um ans Ziel zu kommen. Obwohl oder vielleicht gerade weil man mit dieser Position am Anfang kein leichtes Spiel hat, liegt darin eine große Chance. Ohne den Körper genau […]

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