Dieses asana erinnert an den Liegestütz aus dem Sportunterricht in der Schule. Er wird dort meist zur reinen Muskelbildung gemacht. Trainiert werden dabei hauptsächlich der Trizeps und die Schultermuskulatur. Sportliche Jungen versuchen sich irgendwann einmal darin, 20 oder irgendeine andere Höchstzahl von Liegestützen hintereinander machen zu können. Wer nicht so sportlich ist, dem macht das keinen Spaß. Dann ist es eine Quälerei, angeblich für einen guten Zweck. Man macht es nur, weil der Lehrer es verlangt. Einige Jahre später ist man erwachsen. Um sich etwas Gutes zu tun, besucht man einen Yoga-Kurs und begegnet nach einiger Zeit unversehens diesem Schrecken aus der Kindheit wieder. Die Arm- und Schultermuskulatur ist eventuell so schwach wie eh und je, der Widerwille gegen diese Übung ist noch genauso groß, und das Körpergewicht hat auch noch zugenommen. Bei den ersten Versuchen ist es wie damals: es ist nur anstrengend – und schön, wenn es vorbei ist. Bei den meisten Asanas kommt es automatisch zur Dehnung eines oder mehrerer Körperbereiche. Vereinfacht dargestellt, spannt man eine Seite des Körpers oder eines Körpergliedes an, und die andere Seite wird dadurch gedehnt. Bei stehenden Übungen werden u. a. die Beine, der Brustkorb und die Schultern gedehnt, bei Vorwärtsbeugen und Drehungen der Rücken, bei Rückwärtsbeugen der Bauch. Diese Dehnungen kann man als angenehm empfinden, während das Anspannen eher die Qualität von Arbeit und Anstrengung hat. Caturanga dandasana ist eines der wenigen Asanas, in welchen anfangs kaum Dehnung zu spüren ist. Man hält sich in der Übung durch Kontraktion des Trizeps, der Schultermuskulatur, der Muskeln am Bauch und Gesäß und durch Streckung der Beine. Es ist erst mal nur anstrengend. Der Muskelaufbau wird gefördert, was ja für die meisten Menschen auch einen Sinn hat, aber es bedeutet auch Frust. Wenn man nicht genügend übt, bleibt es auch lange Zeit dabei. Ich […]

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