5. Chakra: Vishudda- oder Kehlkopfchakra

Das Kehlkopfchakra hat seinen Sitz auf der Höhe des Kehlkopfes. Bei diesem Chakra geht es besonders um Kommunikation, Kreativität und um die persönliche Ausdruckskraft.

Atemübung

Du sitzt aufrecht, der Rücken ist gerade und die Augen sind geschlossen. Atme tief, aber trotzdem natürlich ein und aus, ohne zwischen Ein- und Ausatmen und zwischen Aus- und Einatmen eine Pause zu machen. Nimm alle Gedanken und
Gefühle, die auftauchen, wahr – ohne sie zu bewerten, zu unterdrücken oder dich damit zu identifizieren. Deine ganze Aufmerksamkeit ist ganz alleine auf deinen Atem gerichtet. Konzentriere dich nun auf dein Kehlkopfchakra und stell dir vor, wie es mit jedem Einatmen weiter wird und die Atemluft mehr und mehr Raum hat, um sich auszudehnen. Diese Ausweitung passiert ohne Druck, sondern geht ganz harmonisch und liebevoll vonstatten.
Du kannst dir auch vorstellen, dass du blaues Licht einatmest und dieses Licht dein Kehlkopfchakra reinigt. Alle Ängste, das Falsche zu sagen oder nicht verstanden zu werden, verlassen deinen Körper mit jedem weiteren Atemzug. Während dein Kehlkopf immer weiter wird, entspannen sich auch deine Stimmbänder sowie der ganze Hals, der Unterkiefer und der Mund.
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kehlkopfchakra gereinigt ist, kannst du dir vorstellen, wie sich die reine blaue Farbe nun nach und nach in deinem Körper ausbreitet. Nach und nach reinigt sie jede Zelle deines Körpers von alten Verletzungen, die durch Worte entstanden sind. Bleib am Ende der Übung noch einige Momente sitzen und spüre nach, wie sich dein Körper nun anfühlt.

 

6. Chakra: Ajna- oder Stirnchakra

Das Stirnchakra hat seinen Sitz zwischen den Augenbrauen, in der Mitte der Stirn. Bei dem sechsten Chakra geht es in erster Linie darum, sich für die eigene Intuition und die göttliche Inspiration zu öffnen, um die Erkenntnis des wahren Seins zu erlangen.

Atemübung

Du sitzt bequem und aufrecht mit gerader Wirbelsäule da. Die Augen sind geschlossen und deine ganze Konzentration ist auf dein Drittes Auge, den Punkt zwischen den Augenbrauen, gerichtet.
Du atmest ruhig und entspannt ein und legst vor dem Ausatmen eine kurze Pause ein. Nimm alle Gedanken, die auftauchen, wahr, ohne sie zu bewerten, unterdrücken zu wollen oder ohne dich damit zu identifizieren. Deine ganze Aufmerksamkeit ist auf deinen Atem gerichtet.
Stell dir vor, wie während der Einatmung violettes Licht durch dein Drittes Auge in dich einströmt und dich von alten, negativen Gedanken, Zweifeln und Sorgen befreit. Mit jedem Atemzug wird dein Drittes Auge ein wenig mehr gereinigt, sodass du dich nach und nach für die eigene Intuition öffnen kannst.
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kopf freier und klarer ist, kannst du dir vorstellen, wie sich die klare reine violette Farbe langsam in deinem ganzen Körper ausbreitet und du dadurch von einem tiefen Frieden erfüllt wirst.

 

7. Chakra: Sahasrara- oder Kronenchakra

Das Kronenchakra befindet sich am Scheitelpunkt des Kopfes. Hier geht es um die spirituelle Erkenntnis, Erleuchtung und vollkommene Selbstverwirklichung. Fließt das Scheitelchakra auf optimale Weise, empfindet man tiefsten Frieden, universelle Liebe und erfährt das reine Sein.

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Atemübung

Du sitzt aufrecht und mit geradem Rücken und geschlossenen Augen entweder auf einem Meditationskissen oder einem Stuhl. Die Hände ruhen auf den Oberschenkeln.
Konzentriere dich auf deinen Atem und stell dir vor, dass sich dein Kronenchakra nun öffnet und weißes Licht in deinen Kopf strömt. Du kannst dir dabei vorstellen, dass sich der Kopf trichterförmig öffnet oder du auf deinem Kopf einen Trichter hast, durch den dieses weißes Licht in dich einströmt. Bleib aber gleichzeitig mit der Konzentration bei deiner Atmung und mach nach dem Einatmen eine kurze Pause.
Atme auch hier wieder ohne Druck. Forciere nichts. Nimm alle Gedanken, die auftauchen, wahr, ohne sie zu bewerten, unterdrücken zu wollen oder dich damit zu identifizieren. Deine ganze Aufmerksamkeit ist ganz alleine auf den Atem gerichtet.
Stell dir nun vor, wie dieses weiße Licht dich mit jedem Atemzug mehr und mehr von unten nach oben erfüllt. Mit jedem Einatmen nimmst du das weiße Licht auf und mit jedem Ausatmen strömt dunkle Energie aus deiner Nase heraus. Es sind all die Zweifel, Gedanken und Konzepte, die dich davon abhalten, dich für das Göttliche zu öffnen.
Atme so lange, bis dein ganzer Körper mit diesem Licht erfüllt ist. Bleibe am Ende der Übung noch ein paar Momente sitzen und genieße diese Klarheit, die von deinem Kopf ausgeht und in jede Zelle deines Körpers verströmt.

 

 

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.

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