Ich liebe Yoga. Du nicht auch? Wie hast du dich gefühlt, als du das erste Mal von Yoga gehört hast oder als du das erste Mal Yoga gespürt hast? Ich kann mich ziemlich genau erinnern.

In dem zauberhaften Moment, vor einigen Jahren, in dem sich der graue Schleier vor meinen Augen für eine Weile lüftete und ich für einen kurzen Augenblick eine Kostprobe von meiner kosmischen Verbundenheit bekam, war mir klar: nichts ist mehr so wie vorher!

Yoga verändert das ganze Leben. Grundlegend. Im Außen mag alles wie zuvor sein – die gleichen Menschen um dich herum, der selbe Job, Ort, Alltag. Doch der Perspektivwechsel, der stattfindet, und den wir in unserer regelmäßigen Yogapraxis kultivieren sowie die wachsende Achtsamkeit lassen alles in einem völlig neuen Licht erscheinen.

Rückblickend betrachtet kann ich sehen, wie sich verschiedene Aspekte in meinem Leben gewandelt haben, nachdem ich bewusst mit der Yoga-Philosophie in Kontakt kam und mehr und mehr versuchte, Yoga zu leben. Diese Veränderungen betreffen meinen Körper, meine Beziehungen, meine Gedanken, meine Ziele und Werte … eigentlich mein ganzes Sein!

Hier sind 10 Aspekte, wie Yoga das Leben verändert. Vielleicht erkennest du dich auch in einigen wieder?

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1. Wir leben vitaler und gesünder

Viele Menschen kommen heute zuerst über Asanas in Kontakt mit Yoga. Manchmal schon nach der ersten Stunde im Yogastudio spüren wir, dass uns die Übungen einfach gut tun. Wir werden körperlich und mental flexibler, entwickeln mehr Kraft und Durchhaltevermögen, nehmen durch die bewusste Atmung mehr Sauerstoff und Prana (Lebenskraft) in uns auf und generell tut Bewegung einfach gut. Viele körperlichen Leiden, wie Rücken- oder Kopfschmerzen, scheinen sich einfach in Wohlgefallen aufzulösen. Asanas wirken sich ungemein auf unser Wohlbefinden aus. Aber bei den körperlichen Aspekten hört es noch lange nicht auf .

2. Wir kultivieren Achtsamkeit

Achtsamkeit ist der erste Schritt und die Grundlage jeder Yogapraxis. Achtsam zu sein bedeutet, wahrzunehmen was ist. Es bedeutet, in der Gegenwart völlig präsent zu sein. Nur im Hier und Jetzt findet das Leben statt und von hier aus entfaltet sich alle Veränderung. Wenn wir in den Moment kommen, können wir die kleinen Freuden des Alltags bewusst wahrnehmen und uns für das Wunder des Lebens öffnen.

3. Wir sind in Kontakt mit unseren Bedürfnissen

Durch die Praktiken des Yoga lernen wir, den Fokus nach innen zu richten. Wir lernen, innezuhalten und zu erforschen, was eigentlich gerade in uns vorgeht. Das kann in unserer Asanapraxis geschehen, in der wir z.B. Wärme, Kribbeln oder Enge im Körper erspüren oder vielleicht merken, dass wir gerade völlig aufgedreht oder im Gegenteil sehr kraftlos sind. Wir können hierzu ebenfalls unsere Meditationspraxis nutzen, in der wir unsere Gedanken beobachten und unseren Gefühlen in dem Moment der Stille den Raum dazu geben, sich zu zeigen. Haben wir ein dominantes Körperempfinden, einen immer wiederkehrenden Gedanken oder ein intensives Gefühl lokalisiert, können wir uns liebevoll um unser jeweiliges Bedürfnis kümmern.

4. Wir achten auf unseren Körper

Der Körper ist unser Tempel. Er ist unser Instrument, mit dem wir unser wahres Selbst erfahren können. Je mehr wir mit uns in Kontakt kommen, umso mehr haben wir auch das Bedürfnis, unseren Körper zu ehren. Wir merken immer intuitiver, was uns guttut, sei es in Bezug auf unsere Ernährung, auf unseren Tagesrhythmus oder auf die mentalen Einflüsse, denen wir uns aussetzen.

5. Wir übernehmen die Verantwortung für unser Leben

Die alten Yogis wussten von der unglaublichen Kraft der Gedanken. Mit unseren Gedanken erschaffen wir unsere Welt. Was wir denken, werden wir. Mit dieser Erkenntnis können wir die Verantwortung für unser Leben voll und ganz übernehmen. Nicht eine andere Person oder eine bestimmte Situation im Außen sorgt für unser Glück oder Unglück. Wir können das Paradies auf Erden gleich Hier und Jetzt erfahren! Nämlich indem wir uns nicht mehr mir unseren Gedanken identifizieren, uns auf das Positive fokussieren und annehmen, was ist.

6. Wir nehmen an, was wir nicht ändern können

Sobald wir erkennen und verinnerlichen, dass wir nicht Sklaven der äußeren Umstände sind, sondern uns unsere Welt durch unsere Gedanken selbst erschaffen, können wir uns von mentalen Fesseln lösen. Über nichts auf dieser Welt hast du oder habe ich die Kontrolle – außer darüber, wie wir mit unseren Gedanken umgehen. Wenn wir annehmen, was wir nicht ändern können, stellt sich ein unglaubliches Freiheitsgefühl ein.

7. Wir lassen los, was wir nicht mehr brauchen

Kaum etwas fällt uns Menschen so schwer wie das Loslassen. Wir klammern uns an Menschen, an Besitztümer oder an Wertvorstellungen – auch hierbei mit der Illusion, wir hätten die Kontrolle über den Werdegang der Dinge und des Lebens. Durch Yoga lernen wir nicht nur die Wandelbarkeit und Vergänglichkeit der Dinge kennen und sogar schätzen. Wir kommen außerdem in Kontakt mit dem Einzigen, was absolut unvergänglich ist: das reine Bewusstsein, unser wahres Selbst. Es nützt nichts, Dinge im Außen anzuhäufen und uns festzuklammern. Wenn wir weit werden und loslassen, kommen wir unserer Natur immer näher.

8. Unsere Beziehungen zu Mitmenschen verwandeln sich

Alles ist eins. Das ist die Botschaft des Yoga. Wenn ich meinem Gegenüber in die Augen schaue, dann sehe ich mich selbst. Du bist ich. Ich bin du. Tue ich meinem Mitmenschen etwas Gutes, dann tue ich mir selbst etwas Gutes. Wenn wir die tiefe Verbundenheit mit den Menschen um uns herum spüren, wandeln sich auch unsere Beziehungen zu ihnen fundamental. Wir sehen das Göttliche in ihnen und vielleicht auch die Beweggründe für manches verletzende Verhalten. Aus dieser Fühlart heraus können wir uns unseren Mitmenschen mit mehr Liebe und Wohlwollen nähern.

9. Wir bekommen Klarheit für unser Leben

Warum bin ich eigentlich hier? Was ist meine Bestimmung im Leben? Lange Zeit habe ich mir diese Fragen immer wieder gestellt. Du auch? Doch als der Yoga in mein Leben trat, bekam ich zufriedenstellende Antworten auf diese Fragen. Die „Korrektheit“ der Antworten ist vielleicht (noch) nicht mit den Methoden der heutigen Wissenschaft zu verifizieren. Der Zauber ist jedoch, dass mir das plötzlich nicht mehr wichtig war. Denn ALLES ergibt ganz tief in mir einen Sinn. Einen Sinn, den ich mit meinem ganzen Wesen spüren kann. Eine wunderbare und tiefe Klarheit stellt sich ein.

10. Wir erkennen, dass wir unsterblich sind

In unserer westlichen Gesellschaft, in der wir uns mit dem Körper, den Gefühlen und dem Verstand identifizieren, überrascht es nicht, dass viele Menschen Angst vor dem eigenen Tod oder dem Tod eines geliebten Menschen haben. Hier sind wir wieder beim Thema Loslassen. Durch Yoga können wir, mit Geduld und durch viel Übung, die irreführende Identifikation mit dem Vergänglichen erkennen und damit auch die Angst vor dem Tod ablegen. Nichts kann uns zerstören. Du und ich, wir sind unsterblich. Wir können völlig furchtlos durch das Leben gehen!

In welchen Aspekten hat Yoga dein Leben verändert? Teile gerne deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

 

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