Das Seehotel Bären liegt an einem ungewöhnlichen Kraftort – und zieht mit seinem ungewöhnlichen Ayurveda-Angebot magisch an
Im Berner Oberland kann man mehr Superlative entdecken als anderswo zwischen Rhein und Ticino. Noch im 18. Jh. empfanden es die Alpenforscher als „eine der fürchterlichsten Gegenden unseres Erdteils“, hundert Jahre später bevorzugten es englische Lords und Ladies als „Playground of Europe“, und heutzutage ist das Berner Oberland eine der beliebtesten Erlebnis- und Ferienregionen der Schweiz. Auf engstem Raum finden Reisende hier vom glitzernden Badesee bis zum firnbedeckten Viertausender alle landschaftlichen Variationen einer Alpenregion und zudem eine Infrastruktur, die kaum Wünsche offen lässt. Darüber hinaus beherbergt diese Region eine Vielzahl von Kraftorten. Einer davon ist der Brienzer See, ein typischer Alpenrandsee, dessen steile Ufer sich auch unter dem Wasserspiegel fortsetzen und dem See so ein türkisfarbenes Aussehen verleihen. Er gilt als einer der schönsten Seen der Schweiz.

An seinem südwestlichen Ende liegt das Bödeli mit den Gemeinden Interlaken, Matten und Unterseen an seinem nördlichen Ufer liegt das namensgebende Dorf Brienz. Mitten in diesem Dorf, umgeben von kleinen Geschäften und einigen Hotels befindet sich eine ganz außergewöhnliche Ayurvedaoase: das Seehotel Bären. Außergewöhnlich ist nicht nur, dass die Besitzerin des Seehotel Bären, Monique Werro, ein fachlich sehr gut ausgebildetes Team von Ayurvedaärzten und Therapeuten aus Indien an den Brienzer See holte, außergewöhnlich ist auch die Besitzerin Monique Werro selbst.

Monique Werro
Monique Werro stammt selbst nicht aus Brienz, sondern aus der Romandie. Viele Jahre arbeitete sie als Dolmetscherin und Buchhalterin. Die Hotelbranche lernte sie erst durch ihren Mann kennen, zog mit ihm 1962 ins Berner Oberland und führte dort zusammen mit ihm zwölf Jahre das weltbekannte Berghaus Jungfraujoch sowie das Hotel Eigergletscher. Als eine Frau der Taten setzte sie ihre Ideen sofort um, wobei es ihr immer darum ging, ihre Gäste auf besondere Weise zu verwöhnen. Bereits bei ihrer Ankunft im Berner Oberland spürte Monique Werro sofort die Kraft der Region und genoss die Urtümlichkeit und das Besondere dieser Gegend, die für sie sowohl am Tag, aber besonders in der Stille der Nacht wahrnehmbar war und auch heute noch ist. Später zog sie mit ihrer Tochter nach Biel, wo sie ebenfalls dem Gastgewerbe treu blieb und ein Restaurant übernahm. Nebenberuflich engagierte sie sich für Eltern, deren Kind vom anderen Elternteil entführt worden war. Sie gründete die «Schweizer Gruppe gegen die Entführung von Kindern», wurde die Präsidentin dieser Organisation und kämpfte vehement für betroffene Kinder. Mit viel Engagement gelangt es ihr, in 18 Jahren 260 Kinder aus 72 Ländern zurück in die Schweiz zu holen. Obwohl die Presse und private Spender die Gruppe stark unterstützten, musste das Projekt nach 18 Jahren aufgegeben werden, weil diese aufwändigen Aktionen die finanziellen Möglichkeiten weit überstiegen.

In den folgenden Jahren widmete sich Monique Werro wieder ganz dem Hotelgewerbe und war in verschiedenen Ländern unternehmerisch tätig, immer mit dem Wunsch ihren Gästen etwas Besonderes zu bieten. So kaufte sie zum Beispiel mit ihrem Lebensgefährten den Ferienclub Ashkelon in Israel. Sie führte auf der Suche nach exklusiven Angeboten beispielsweise eine Mystic Week ein und weihte ihre Gäste in die Bereiche Tarot, Astrologie, Graphologie und Hypnose ein. Das Interesse für Spiritualität hatte Monique Werro bereits seit ihrer Kindheit, da eine Freundin ihrer Mutter eine bekannte Astrologin war, und im Laufe ihres Lebens begegnete sie immer wieder Menschen, die sie lehrten mehr und mehr auf ihre eigene Intuition zu hören.

Authentischer Ayurveda
Vor 14 Jahren führte das Leben die weltoffene Frau dann nach Brienz ins Seehotel Bären. In dieser Zeit machte sie selbst so positive Erfahrungen mit Ayurveda, dass sie sich entschloss, ihren Gästen Ayurveda anzubieten. Sie selbst litt nämlich lange Zeit unter starken Schmerzen, die mit keiner herkömmlichen Methode geheilt werden konnten. Erst eine Ayurvedakur in Indien befreite sie von dem Leid, und sie war in Folge so angetan von dieser Methode, dass sie sich entschloss, ihren Gäste Ayurveda näher zu bringen und zwar so authentisch wie möglich. Aus diesem Grund suchte sie sich selbst in Indien ein Ayurvedateam und sorgte dafür, dass dieses nun Jahr für Jahr für mehrere Monate in ihrem Hotel leben und arbeiten kann. Einige aus diesem Teamkommen schon seit acht Jahren regelmäßig in die Schweiz, um die Gäste von Monique Werro nach bestem Können zu verwöhnen.

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Das Angebot, das die Gäste hier erwartet, von denen viele übrigens Jahr für Jahr an den Brienzer See zurückkehren, ist sehr vielschichtig. So kann man wählen zwischen Einzelbehandlungen wie einer Ayurvedamassage, Marma-Massage, Powder-Massage, Nijavarakizhi oder Podi Kizhi, Shiro Dhara oder Pizzichil. Man kann aber auch mehrtägige Ayurvedapakete buchen, bei denen der Stressabbau und die Regeneration im Vordergrund stehen. Darüber hinaus ist auch eine Original Panchakarma-Kur buchbar, die unter der Anleitung des indischen Ayurvedaarztes Baiju Macherikkadu Sivasankarn durchgeführt wird, der für mehrere Monate im Jahr hier in Brienz ist. Dr. Baiju Sivasankarn leitete während der letzten 14 Jahre in Kerala eine Klinik, er ist auch als Lehrer an der öffentlichen Ayurvedaschule in Trivandrum tätig und seit über zehn Jahren Mitglied der Indischen Ayurveda Vereinigung. Aber auch noch viele weitere Angebote stehen den Gästen zur Auswahl und können auch je nach persönlichen Bedürfnissen und Empfehlungen des Ayurvedaarztes etwas variiert werden.

Bei einer Untersuchung durch den Arzt ist schnell zu spüren, dass Dr. Sivasankarn über ein profundes ayurvedisches Wissen verfügt, aber auch gleichzeitig mit der westlichen Schulmedizin vertraut ist, so dass er individuell auf die einzelnen Gäste und deren Beschwerden eingehen kann. Seine Massagen sowie die des auch aus Kerala stammenden Ayurvedatherapeuten Bijukumar Gopinathan sind ebenfalls erstklassig. Die Speisen, die im Hotel angeboten werden, sind ayurvedisch-indisch und werden gekocht von Vijukumar Gandharan, einem indischen Küchenchef aus Kerala. Aber nicht nur das Ayurvedateam, sondern auch sämtliche ayurvedische Produkte, die im Haus bei den Behandlungen verwendet werden, stammen aus Kerala und werden jährlich direkt importiert. Sie sind auf der Basis des Jahrtausende alten ayurvedischen Wissens und nach original ayurvedischen Rezepturen erstellt, unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle und entsprechen den hohen Anforderungen, welche der Ayurveda-Verantwortliche an die Produkte stellt.

Im August 2005 lernte Monique Werro allerdings, dass die Natur sich nicht nur von einer magischen Seite zeigen kann, sondern dass ihr auch zerstörerische Kräfte innewohnen. Es kam durch extrem starke Regenfälle am Brienzer See zu einer großräumigen Überschwemmung, von der sowohl der Ort Brienz als auch das Seehotel Bären betroffen waren. Große Teile des Hotels waren überschwemmt, so dass sie die Saison frühzeitig abbrechen musste und das Ayurvedateam bereits im August wieder nach Hause geschickt wurde. Aber statt lange über die Situation zu klagen, krempelte Monique Werro die Ärmel hoch und unterstützte die Handwerker so gut wie möglich beim Wiederaufbau des Hotels. Denn schließlich ist es ihr nach wie vor wichtig, Menschen etwas Besonderes zu bieten. So sorgte sie dafür, dass das Hotel möglichst schnell wieder renoviert wurde, und konnte ihre Türe bereits Ostern 2006 wieder öffnen, um ihren Gästen etwas wirklich Besonders zu bieten: authentischen Ayurveda am magischen Brienzer See.

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