Der schamanische Ansatz des Heilens – Eskimo-Schamane Angaangaq Lyberth im PortraitAuf dem 7. Internationalen Kongress „Schamanismus & Heilen“ unter dem Motto „Die Kraft der Wandlung“ vom 7. – 12. Mai am Mondsee kommen dieses Jahr 15 Schamanen aus 5 Kontinenten zusammen. Ihr Anliegen ist es, ihre jahrtausendalten Heiltraditionen mit hiesigen Ärzten, Therapeuten und Heilern zu teilen. Aus diesem Anlass möchten wir Ihnen das Wirken von Schamanen am Beispiel des Eskimo-Ältesten Angaangaq Lyberth  näher bringen, der beim Kongress am Mondsee dabei sein wird. Der Legende nach entstammt Yoga aus dem Schamanismus. Kein Wunder also, dass beide Traditionen ein ähnlich komplexes Verständnis von Krankheit und Gesundheit haben. Genauso wie im Yoga, so werden auch im Schamanismus viele Krankheiten als Ausdruck eines Ungleichgewichts betrachtet, in dem sich der Mensch befindet. Dies kann bedeuten, dass ein Mensch möglicherweise die Gesetze ignoriert hat, die das Zusammenwirken aller Lebewesen regeln. So ging man in Zeiten, als die Naturvölker noch im engen Kontakt mit der Schöpfung lebten, davon aus, dass jemand, der z.B. mehr Wild jagt, als er und die Sippe verzehren können, früher oder später krank wird, weil er sich willentlich über ein Naturgesetz hinweggesetzt hat. Auch wenn wir heute nicht mehr im unmittelbaren Kontakt mit der Natur leben und unsere direkte Abhängigkeit von ihr nicht mehr wahrnehmen, so herrschen nach schamanischer Ansicht diese Gesetze in der gleichen Intensität weiter. Diese Sichtweise bestätigte mir auch Angaangaq, ein Schamane des Stammes der Eskimo-Kalaallit, den ich im Januar diesen Jahres in München für ein Interview traf. Angaangaq ist der erste Schamane seines Volkes, der seit 1821 wieder als Stammesschamane berufen wurde. Nun reist er seit mehr als vier Jahrzehnten um die Welt, um Menschen die schamanische Weltsicht zu vermitteln. Dazu  hält der 60jährige Eskimo kleine und große Heilungszeremonien und Schwitzhütten ab. Gleichzeitig wurde er zum Botschafter der arktischen […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.