In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Katchie Ananda ist international anerkannte Yoga- und Dharma-Lehrerin. Für ihren Einsatz und ihre Leistungen wurde sie vom amerikanischen „Yoga Journal“ zu den fünf weltbesten Yogalehrern gewählt, die nachhaltige Veränderungen in der Welt bewirken. Katchie hat über 20-jährige Erfahrung als Vollzeit-Yogalehrerin und Ausbilderin. Sie ist zertifiziert in Anusara-, Jivamukti- und Integral Yoga und hat bei Richard Freeman intensiv Ashtanga-Yoga studiert. Internet: www.katchieananda.comWie lautet Ihr Lebensmotto?
Yoga und Dharma … leb es laut aus! Wir sind die, auf die wir gewartet haben!

Auf welche Ihrer Eigenschaften werden Sie lieber nicht angesprochen?
Ich versuche, authentisch zu bleiben und durch meine Verletzlichkeit zu lehren. Was ich im Laufe meines Lebens und meines Lehrens herausgefunden habe, ist, dass es viel hilfreicher für meine Schüler ist, wenn ich mit ihnen die Sorgen des täglichen Kampfes teile, denen wir alle tagtäglich als eine große Familie ausgesetzt sind, als wenn ich versuche, irgendein Ideal darzustellen.

Welchem Menschen würden Sie gerne begegnen? Er kann auch bereits verstorben sein …
Buddha, Machig Labdron (der Begründer der Mahamudra-Chöd-Linie, die auch manchmal als die Mutter des Chöd bezeichnet wird) und dem Schauspieler Morgan Freeman.
 
Wenn Sie auf eine einsame Insel müssten, welche drei Bücher würden Sie mitnehmen?
„Der Herr der Ringe“, eine Ausgabe vom Yogasutra des Patanjali und „Ich bin“ von Sri Nisargadatta.

Yoga bedeutet für Sie persönlich was?
Ich möchte mein Leben so leben, dass ich mein ganzes Potenzial ausleben kann und dies auch Freiheit, Integrität und Weisheit beinhaltet.

Was war Ihre tiefste Erfahrung während einer Yogastunde?
Das Gefühl, so tief mit dem Leben verbunden zu sein, dass die zugrunde liegende Einheit außer Frage steht.

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Welche Musikrichtung bevorzugen Sie: Blues, Rock’n Roll oder Mantras?
Oh, das ist leicht. Ich liebe den Blues.

Ist die formale Meditation wichtig für Sie?
Absolut. Die Struktur von irgendetwas ist wichtig, insbesondere in der Anfangsphase. Wenn Sie ernsthaft etwas über die Meditationspraxis lernen wollen, müssen Sie anfangs in die formale Meditation eingeführt und von einem Lehrer begleitet werden.

Wenn Sie die Wahl hätten, mit Kali oder Krshna essen zu gehen: Wen würden Sie lieber treffen?
Ohne Zweifel – Kali! Wenn wir uns in unseren Bemühungen so früh wie möglich mit ihr anfreunden, wird sie zu einer Verbündeten, anstatt uns zu sabotieren, wenn wir es am wenigsten erwarten!

Was geht Ihnen in der spirituellen Szene so richtig gegen den Strich?
Es ist jenes Verhalten, dass Chögyam Trungpa mit dem Begriff des „spirituellen Materialismus“ geprägt hat. Ich mag es nicht, wie wir im Westen diese zeitlosen Lehren nehmen, um Geld mit ihnen zu machen.

Warum sind Sie hier auf der Welt?
Ich bin auf der Erde, um mein volles Potenzial zu realisieren und anderen Menschen, Tieren und der Erde mit meinen besonderen Talenten und einzigartigen Geschenken zu dienen. Ich glaube, wir sind alle hier auf der Erde, um etwas zu lernen. Der Lehrplan ist: Liebe, Mitgefühl und Weisheit.

Wem oder was können Sie nicht widerstehen?
Guter Schokolade.

Wer ist Ihr persönliches Vorbild?
Jack Kornfield.

Was braucht die Yogaszene in Europa Ihrer Meinung nach?
Alle Praktizierenden hier im Westen brauchen mehr liebende Güte für sich selbst. Wir alle sind zu hart und wertend mit uns selbst.

Wenn Sie bestimmen könnten, wie oder wo Sie wiedergeboren werden, was würden Sie wählen?
Als mein Hund Leelou.

Herzlichen Dank für das Interview!

 

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Doris Iding
Doris Iding ist Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin. „Selbstbewusstsein statt Selbstoptimierung“ spielen für sie die zentrale Rolle. Sie vermittelt, wie wir spielerisch und mit einem Augenzwinkern zu uns selbst finden können, ohne uns dabei in Oberflächlichkeiten zu verlieren. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.
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