Gabriela Bozic, MA, ist Mitgründerin der Jivamukti-Yoga-Studios in München. Zur Zeit lebt sie in London und gibt Workshops, Retreats und Lehrerausbildungen weltweit. Sie ist bekannt für ihre leidenschaftliche und dynamische Art, Yoga zu unterrichten. Ihr persönliches Ziel ist es dabei, Yoga als eine innere Transformationstechnik zu lehren, welche die Welt zu einem schöneren und herzlicheren Ort machen kann. Zusammen mit Patrick Broome veröffentlichte sie das Buch „Yoga fürs Leben: mit Jivamukti Yoga Mut und Stärke gewinnen, Ängste besiegen und sich dem Leben öffnen“, erschienen im Gräfe und Unzer Verlag.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Umarme und verstehe deine Wahrheiten, deine Licht- und Schattenseiten ohne Vorurteile oder Bewertung. Erst dann kannst du andere Leute verstehen, respektieren und lieben. Kurz: lieber ganz sein als „gut“, und lieber frei sein als Recht haben.

Welchem Menschen würden Sie gerne begegnen? Er kann auch bereits verstorben sein …

Hermann Hesse – er war so sensibel und durchlässig, dennoch ein wahrer Rebell, der eher bereit war, seine Identität ganz zu verlieren, als sich eine falsche anzueignen oder aufzwingen zu lassen.

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Yoga bedeutet für Sie persönlich was?

Ein Zustand der Verbundenheit mit allem, was ist. Beständige und hingebungsvolle Praxis hilft, unser ganzes Potenzial zu entfalten. Sie schafft Klarheit, Ruhe, Stärke und Mitgefühl. So können wir zur Schönheit und Heilung der Welt unseren Beitrag leisten.

Was war Ihre tiefste Erfahrung während einer Yoga-stunde?

Völlig schwerelos zu sein und eins mit allen anderen Übenden im Raum. Durch den Fokus auf den Atem und den gleichen Atemrhythmus wurden die Formen ganz egal, und ich konnte mich mit allen und allem im Raum identifizieren. Alles umarmen und alles lieben. Das Gefühl ist so überwältigend schön und motiviert mich immer wieder, die Yogamatte regelmäßig auszurollen.

Was ist Ihr persönliches Lieblings-Asana und warum?

Viparita-Karani, sie wirkt beruhigend und gibt Kraft zugleich, und etwas länger gehalten, schafft sie einen tiefen meditativen Zustand.

Welches Asana mögen Sie überhaupt nicht und warum?

Hanumanasana. Ach, es ist eigentlich nicht mal so, dass ich es nicht mag, es tut mir einfach nur weh (lacht). Ich hatte mehrmals eine Zerrung am hinteren Oberschenkelmuskel, und für mich ist dieses Asana schwierig auszuführen.

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Doris Iding
Doris Iding ist Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin. „Selbstbewusstsein statt Selbstoptimierung“ spielen für sie die zentrale Rolle. Sie vermittelt, wie wir spielerisch und mit einem Augenzwinkern zu uns selbst finden können, ohne uns dabei in Oberflächlichkeiten zu verlieren. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.
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