In einer erschütternden Autobiografie beschreibt der Holländer André van der Braak seine Lehr- und Leidensjahre bei dem Amerikaner Andrew Cohen, der seit 1986 Erleuchtung lehrt. Der Autor, seit seinem 16. Lebensjahr ein spirituell Suchender, kam zum ersten Mal auf einem Satsang von Cohen mit einem tiefen Gefühl der Einheit in Kontakt. Auf Grund dieser Erfahrungen und in der Hoffnung, mit Cohens Hilfe entgültige Erleuchtung zu erlangen, wurde er Cohens Schüler und blieb 11 Jahre lang in dessen Gemeinschaft.Eindrücklich und ehrlich beschreibt der Holländer, wie er all die Jahre nicht nur vergeblich um die Erleuchtung, sondern auch um die Gunst und Liebe seines Gurus kämpfte. Er beschreibt auch, wie sehr Andrew Cohen seine Schüler anfangs besonders durch die Idee einer spirituellen Revolution faszinierte. Diese bestand darin, dass man nicht jahrelang meditieren muss, um erleuchtet zu werden, sondern dass man hier und jetzt erleuchtet werden kann, wenn man sich nur der Sehnsucht nach der Erleuchtung hingibt und bereit ist, alles dafür zu geben. Auf dieser These aufbauend wollten Cohen und seine Schüler das spirituelle Establishment umkrempeln, weil sie der Meinung waren, dass alle anderen spirituellen Schulen den Bezug zur wirklichen Leidenschaft für die Erleuchtung verloren hatten. Trotz der Bereitschaft, alles hinter sich zu lassen, ließ die Erleuchtung nicht nur bei van der Braak, sondern auch bei den anderen Schülern Cohens auf sich warten. Und aus Cohen, dem anfänglich charismatischen spirituellen Revolutionär wurde van der Braak zu Folge ein exzentrischer Narzisst, der auf fast unmenschliche Art von seinen Schülern verlangte, ihr Ego zu überwinden und für den spirituellen Fortschritt zu kämpfen. Liest man das Buch, so stellt sich die Frage, wie es van der Braak überhaupt möglich war, sich 11 Jahre – so der Autor – den Demütigungen seines Lehrers auszusetzen, sich selbst und die eigenen Gefühle und Wahrnehmungen vollkommen zu verleugnen und […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.