In den letzten Jahren ist ein globaler Paradigmenwechsel spürbar. Auch in der Medizin machen sich wichtige Veränderungen bemerkbar. Hier verändert sich nicht nur das Selbstverständnis der Ärzte, sondern auch ihre Auffassung vom Heilungsprozess der Patienten. So besteht das zentrale Anliegen von Klaus-Dieter Platsch, Arzt für Innere Medizin, Chinesische Medizin und Psychotherapie sowie Dozent der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur, darin, ein erweitertes Verständnis vom Menschen und von der Medizin zu vermitteln, in dem die Multidimensionalität des Menschen in den Vordergrund gestellt wirdDoris Iding: Wie kann das neue Paradigma in der Medizin charakterisiert werden? Klaus-Dieter Platsch: Im Unterschied zum alten Paradigma nehmen wir in der neuen Medizin die Multidimensionalität des Menschen zur Kenntnis. Dazu gehört die Erkenntnis, dass er nicht ein vom anderen Menschen getrenntes Wesen ist. Sich als getrennt von anderen zu begreifen macht letztendlich seine Isolation und Vereinsamung aus. Darüber hinaus erweitern wir in diesem neuen Paradigma die bisher rein intellektuelle Qualität des Verstandes um die Qualität des Herzens. D.I.: Was genau verstehen Sie unter Multidimensionalität des Menschen? K.-D. P.: Multidimensionalität heißt, die enge Verbindung zwischen Körper und Geist zu […]

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