„Es sollte selbstverständlich sein, dass ein Arzt seinen Patienten Yoga empfiehlt“, findet Prof. Dr. med. Gustav Dobos, Leiter der Abteilung „Naturheilkunde und Integrative Medizin“ an den Kliniken Essen-Mitte, Inhaber des europaweit einzigen Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin und erfolgreicher Buchautor Dass Yoga sich auch als Therapie eignet und gerade im Bereich chronischer Krankheiten erfolgreich angewendet wird, ist seit langem bekannt. Yoga als systematische Behandlungsmethode in einer deutschen Klinik ist dagegen relativ neu. Die von Prof. Dr. med. Dobos geleitete Abteilung „Naturheilkunde und Integrative Medizin“ an den Kliniken Essen-Mitte ist auch in diesem Punkt Vorreiterin einer sinnvollen Entwicklung. YOGA AKTUELL sprach mit dem Klinikleiter, der an der Universität Duisburg-Essen den europaweit einzigen Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin innehat und selbst regelmäßig Yoga praktiziert. YOGA AKTUELL: Im Yoga gibt es zwei Ansätze: Der eine wird als Weg der Katze bezeichnet, das ist ein Weg, der von Passivität und Hingabe an eine Autorität geprägt ist. Der andere ist der Weg des Affen, der von Aktivität geprägt ist. Mein Eindruck ist, dass sich die Integrative Medizin als Weg beschreiben lässt, bei dem das Tun des Patienten erwartet wird. Wie würden Sie das Verhältnis von Schul- und Komplementärmedizin beschreiben und wie den Wert des eigenen aktiven Handelns? Prof. Dr. med. Gustav Dobos: Eines unserer Hauptziele ist es, die Patienten in die Aktivität zu bringen. Eine Patientin hat ihre Ausgangs-Situation so beschrieben: „Ich fühle mich wie jemand, der aufs Meer hinaus getrieben wird und vergessen hat, dass man eigentlich zurückschwimmen kann.“ Wir wollen den Patienten, die häufig verzweifelt und chronisch krank sind, das Bewusstsein vermitteln, dass sie selbst sehr viel tun können. Zum Beispiel mit Yoga, einem wichtigen Weg für die Patienten. In unserer Klinik haben wir drei Yogalehrer, die aktiv mit Patienten arbeiten. Und wir integrieren auch sehr häufig Yogaelemente in die Therapien. […]

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