Ein Interview mit der bekannten Schweizer Yoga-Lehrerin Gertrud Hirschi über ihre anfänglichen Widerstände dem Yoga gegenüber und ihr Geheimnis erfolgreichen Unterrichtens Gertrud Hirschi gehört zu den bekanntesten Yogalehren im deutschsprachigen Raum. Doch ihr Weg zum Yoga war zunächst von Skespis geprägt und voller innerer Widerstände. Heute ist die Schweizerin eine gefragte Yoga-Lehrerin. Ihre Popularität erklärt sich vielleicht aus ihrer unaufdringlichen Art, den Schülern auch die Philosophie des Yoga näherzubringen, die von vielen anderen Lehrern häufig ausgeklammert wird. Auch zeichnet Gertrud Hirschi eine sehr alltagsbewusste Ein-stellung aus. Im Gespräch mit Yoga Aktuell erzählt die Schweizerin darüber, wie sie zum Yoga fand und was ihr in ihrem Unterricht wichtig ist. YOGA AKTUELL: Frau Hirschi, Sie sind weit über die Yogaszene hinaus bekannt, durch Ihre praktischen, lebensnahen Bücher zum Thema Yoga und Mudras. Da stellt sich doch gleich die Frage: wie kamen Sie denn zum Yoga? GH: Ja, das ist eigentlich eine grässliche Geschichte. Ich war damals 35 und hatte grauenhafte Rückenschmerzen und auch Depression war in meiner Familie schon immer ein großes Thema. Ich war gerade glücklich verheiratet und dennoch todunglücklich, weil ich das Gefühl hatte, mein Leben sei gelaufen. Davor bin ich sehr lange im Ausland gewesen, z.B. aus Neugierde auf dem Landweg nach Indien gereist, vier Monate dort gewesen, doch mit Yoga hatte ich zunächst nichts am Hut. Ich erinnere mich noch an eine Begegnung mit einem Mönch oder Sadhu, zu dem ich sagte: „Ach Sie da, mit Ihrem ganzen Vegetarismus. Sie wollen so gescheit sein und essen kein Fleisch. Aber Sie töten doch auch die Pflanzen und das sind doch auch Lebewesen.“ Und dann hat er sehr nett zu mir gesagt: „Nein, ich töte damit kein Lebewesen; ich esse nämlich keine Wurzeln“. Das hat mich sehr  beeindruckt. Dann sagte er zu mir: „Wissen Sie, irgend wann einmal gehen Sie […]

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