Nur wenn wir uns in allen Bereichen des Lebens um uns selbst kümmern und dafür sorgen, dass wir ausgeglichen sind, können wir vermeiden, auszubrennen. Wie steht es bei dir mit der Liebe, deinen Finanzen, deinen Hobbies und deinem spirituellen Weg? Überprüfe, ob diese Bereiche in deinem Leben in Balance zueinander stehen.

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Liebe – zu dir selbst und zu anderen

Liebe ist der Schlüssel zu unserem eigenen Herzen – und zu dem der anderen. Nur durch sie inspiriert und von ihr beseelt, wird unser Leben wirklich lebenswert. Liebe ist die stärkste Kraft im ganzen Universum. Sie kann sich in verschiedenen Formen ausdrücken: Ganz basal etwa in der Liebe von der Mutter zum Kind oder in der Liebesbeziehung zwischen zwei Partnern. Wir erfahren sie also spätestens in dem Moment, wo wir zur Welt kommen. Gleichzeitig wohnt die Liebe in uns allen. Über das Prinzip der Resonanz können wir sie jederzeit, überall und auch ganz unverhofft erfahren. Manchmal reicht ein einziger Blick, ein wunderschöner Sonnenuntergang, und wir öffnen unser Herz für die bedingungslose Liebe, öffnen uns für das Göttliche in uns, in anderen Menschen und in der Welt. Die Liebe macht uns stark, mutig und innerlich frei. Wenn sie uns beseelt, sind wir nicht mehr angewiesen auf Anerkennung von außen.

Natürlich gibt es auch Zeiten, besonders nach einer Trennung, da kann es dauern, bis man das eigene Herz wieder für sich selbst, für andere und das Leben öffnen kann. Denk daran, wie wichtig es ist, sich wieder für die schönen Dinge des Lebens zu öffnen. Verlier nicht den Glauben an die Liebe. Verliebe dich! In dich selbst! In deinen Partner! In die Natur! In das Leben! Du wirst sehen, wie schön das Leben wieder sein kann, wenn du dich erneut für die Liebe öffnest.

Wir sollten die Liebe zu uns selbst genauso pflegen wie zu anderen Menschen. Denn es heißt: Liebe dich selbst, dann ist es egal, wen du heiratest! Unter diesen Aspekt fallen auch die Beziehungen zur Familie und zu Freunden. Jede Beziehung braucht Liebe, will gepflegt, aber auch immer wieder hinterfragt werden.

Wie genau du zu Beziehungen stehst, kannst du erkennen, wenn du dir folgende Fragen beantwortest:

  • Liebst du dich mehr als andere?
  • Was braucht die Liebe von dir?
  • Wie abhängig bist du von der Liebe der anderen?
  • Was brauchst du, um dich selbst noch mehr lieben zu können?
  • Wie kann dich Achtsamkeit/Meditation darin unterstützen, ein gesundes Verhältnis zur Liebe zu entwickeln? Damit gemeint ist, dass deine Selbstliebe nicht abhängig von der Zuneigung oder Liebe anderer ist.

Die Finanzen – unsere materielle Basis

Es heißt, dass man mit den eigenen Finanzen umgehen sollte, wie mit einem Partner. Ohne Beziehungspflege ist eine Krise vorprogrammiert: Das eigene Konto rutscht schnell in die roten Zahlen ab – oder aber wir sind andauernd unbefriedigt und haben das Gefühl, dass wir nicht genug haben und wir noch mehr brauchen. Eine gesunde Beziehung zu unserem Geld ist ein wichtiger Schritt raus aus dem Burnout und hinein in die spirituelle und finanzielle Freiheit. Dann kommt es nämlich nicht mehr darauf an, wie viel wir haben, sondern wie wir unser Geld für unsere Selbstentfaltung nutzen.

Fälschlicherweise setzen wir Geld mit Glück gleich. Dabei ist erwiesen, dass beides sich nur bedingt beeinflusst: Nur für die verlässliche Absicherung der eigenen Grundbedürfnisse macht Geld uns glücklich.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, sich selbst einmal mit der eigenen Haltung und inneren Überzeugung und den damit einhergehenden Glaubenssätzen, den bewussten und auch den unbewussten, auseinanderzusetzen. Den Stellenwert des Geldes in unserem Leben nachhaltig zu justieren, trennt die Spreu vom Weizen.

Wenn wir unser eigenes Finanzfeld ganz bewusst beleuchten, können wir unabhängig vom Geld die Selbstachtsamkeit und die Selbstwertschätzung auf die rechte Basis stellen. Was brauche ich wirklich? Brauche ich anstelle eines weiteren Konsumguts vielleicht eher Zuspruch von einem Freund? Oder möchte ich vielleicht nur in der Natur durchatmen, dort zur Ruhe kommen? Was ist mir was wert? Natürlich ist Geld für den Lebensunterhalt notwendig. Darüber hinaus erfüllt Geld kurzlebig Wünsche und eröffnet uns viele Möglichkeiten zur Regeneration und zur Weiterentwicklung. Glück erfahren wir aber unabhängig davon primär aus unserem inneren Reichtum heraus.

Wie genau dein Verhältnis zu deinen Finanzen ist, kannst du erkennen, wenn du dir folgende Fragen beantwortest:

  • Welches Verhältnis hast du zum Geld?
  • Was ist notwendig, damit das Geld in deinem Leben fließt?
  • Bist du dir selbst etwas wert?
  • Wie kann dich Achtsamkeit/Meditation dabei unterstützen, dein Verhältnis zum Geld zu verbessern oder zu verändern?

Hobbies – unsere Spielwiese

Ein Hobby kann dir den Raum geben, frei von Erwartungen und Leistungsdruck kreativ zu sein, dich auszutoben und Freunde an etwas zu entwickeln. Es sollte der Entspannung dienen und nicht in einen Leistungssport ausarten.

Wie genau dein Verhältnis zu deinen Hobbies ist, kannst du erkennen, wenn du dir folgende Fragen beantwortest:

  • Hast du ein Hobby?
  • Wie viel Raum hat es in deinem Leben?
  • Was brauchst du, um deine Hobbies mehr leben zu können?
  • Wie kann dich Achtsamkeit/Meditation dabei unterstützen, deinen Hobbies mehr Raum zu geben?

Selbsterkenntnis – unser höheres Ziel

Selbsterkenntnis bedeutet, dass wir uns selbst immer besser kennenlernen. Zur Selbsterkenntnis braucht es eine bestimmte Motivation sowie die Fähigkeit und die Bereitschaft, über uns nachzudenken – und zwar möglichst aus einer Beobachterperspektive. Denn nur so bekommen wir eine Distanz zu uns selbst – und all unseren Licht- und Schattenseiten. Bei der Selbsterforschung sind wir aufgefordert, beide Seiten eingehend zu beleuchten und uns so allmählich und schließlich wirklich in der Gänze anzunehmen. Dies ist wichtig um zu verstehen, wie wir im Alltag reagieren. Selbsterkenntnis bedeutet, dass wir ehrlich zu uns selbst sind.

Dies bringt eine nachhaltige Klarheit über sich selbst mit, begünstigt Authentizität und macht es leichter, mit dem umzugehen, was das Leben bringt; es hilft uns also dabei, das Leben selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu führen.

Auf dem Weg zur Selbsterkenntnis erkennen wir, dass unser Leben ein wahrer Spiegel unseres Denkens und Fühlens ist. Dabei ist es notwendig, in die Stille zu gehen und nach innen zu lauschen. Das Ziel der Selbsterkenntnis oder der Spiritualität ist es, deine Intuition immer besser wahrzunehmen und die Einzigartigkeit in dir zu erkennen.

Wie genau dein Verhältnis zur Spiritualität ist, kannst du erkennen, wenn du dir folgende Fragen beantwortest:

  • Wie gut kannst du mit Kritik umgehen?
  • Wie gut kannst du Erkenntnisse über dich selbst im Leben umsetzen?
  • Wie kann dich Achtsamkeit/Meditation dabei unterstützen, deine Erkenntnisse über dich selbst ins Leben zu integrieren?

Stell dir diese Fragen ruhig immer wieder, um zu überprüfen, ob dein Leben sich noch in Balance befindet.

Die folgende angeleitete Meditation kann dir dabei hilfreich sein, die Selbstfürsorge als eine Basis für ein gelungenes Leben zu kultivieren:

 

In 1 Teil zur Selbstfürsorge kannst du überprüfen, wie dein Verhältnis zu den ersten beiden Bereichen in deinem Leben ist.Anzeige

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Doris Iding
Doris Iding ist Ethnologin, Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin mit Schwerpunkt Integration östlicher Heilverfahren in den Westen und bewusstseinsverändernde Techniken. Ihr besonderes Interesse gilt der Vermittlung eines neuen Bewusstseins, bei dem der Mensch nicht mehr dogmatisch an alten Traditionen und Lehren festhält, sondern sich dafür öffnet, dass alles miteinander verbunden ist. In ihren Artikeln und Seminaren vermittelt sie auf leichte und spielerische Weise, wie wir entspannt, achtsam und wohlwollend zu uns selbst finden können. Vierzehn ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.