Die Zahlen sind erschreckend: In Europa werden pro Einwohner jährlich 280 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Bei einem großen Teil davon handelt es sich um Lebensmittel, bei denen noch nichtmals das Haltbarkeitsdatum überschritten war. Vielleicht weißt auch du manchmal nicht, wie du einen guten Mittelweg findest, um nicht zu viel wegzuwerfen. Hier findest du hilfreiche Tipps.Anzeige

Vor kurzem habe ich mir das neue Buch von Gerald Hüther zum Thema Würde als Hörbuch angehört. Darin beschreibt er, wie verschwenderisch wir mit den Ressourcen der Erde umgehen und dass bereits im Jahre 2030 ein zweiter Planet nötig sein wird, der uns die Rohstoffe liefert, um all die Lebensmittel zu produzieren, die wir dann wegwerfen. Hüther ist übrigens nicht der erste Wissenschaftler, der darauf aufmerksam macht, wie schlecht es um die Erde und ihre Ressourcen steht. Tagtäglich erhalten wir von den Medien und den sozialen Netzwerken Horrornachrichten darüber, wie wir die Erde aussaugen und die Ressourcen erschöpfen.

Vielleicht hast du ja selbst damit zu kämpfen, dass du mehr Müll produzierst, als dir lieb ist. Gemeint ist an dieser Stelle nicht mals der viele Plastikmüll, der ebenfalls ein riesiges Thema ist, sondern in diesem Beitrag geht es speziell um Lebensmittel und Essensreste. Vielleicht erlebst du selbst es immer wieder, dass du viel mehr einkaufst, als du brauchst, und in Folge dessen auch einiges davon wegwerfen musst, weil frische Lebensmittel schlecht werden oder du in deinem vollen Kühlschrank Produkte übersiehst, die dann vor sich hingammeln.

Als ich mich zu diesem Thema in meinem Freundeskreis umgehört habe, habe ich festgestellt, dass es selbst solchen Menschen in meinem Umfeld passiert, denen eigentlich sehr bewusst ist, dass sie hin und wieder Lebensmittel in den Müll geben. Also bist du nicht alleine. Die Zahlen dazu sind übrigens äußerst erschreckend. Laut proplanta wirft jeder EU-Bürger jährlich 179 Kilo Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel in die Tonne. Diese Menge kann ich mir beim besten Willen überhaupt nicht vorstellen, denn ich selbst komme nicht auf so viel Müll. Aber ein paar Kilo sind es übers ganze Jahr verteilt leider auch bei mir. Der Fokus veröffentlichte indes noch erschreckendere Zahlen, die auf eine Studie der Welternährungsorganisation zurückgehen und besagen, dass in Europa jährlich sogar 280 Kilogramm Lebensmittel pro Einwohner weggeworfen werden. Bei vielen entsorgten Produkten soll nichtmals das Haltbarkeitsdatum erreicht worden sein.

So viel Müll muss nicht sein! Hier findest du drei wertvolle Tipps, die dir zeigen, wie du achtsamer mit Lebensmitteln umgehen kannst und Müll vermeidest.

Erst essen, dann kaufen

Normalerweise machen wir es genau umgekehrt. Mit einem leeren Magen wird das beste Geschäft gemacht. Dann verleitet uns der Duft von frisch gebackenem Brot dazu, einen ganzen Laib zu kaufen, obwohl wir normalerweise nur ein einziges Brötchen essen. Oder all die anderen Duftmarker von Gemüse, Obst, Kuchen, Käse und anderen Köstlichkeiten steigen uns so verlockend in die Nase, dass wir viel mehr einkaufen, als wir essen können. Kennst du dieses Phänomen? Wenn du nach einem guten Frühstück zum Einkaufen gehst, anstatt mit knurrendem Magen, erliegst du den Versuchungen nicht so leicht. Probiere es doch einmal ganz bewusst aus!

Einkaufstaschen und Behälter mitnehmen

Mittlerweile kannst du in einigen Supermärkten deine eigenen Vorratsboxen mitbringen. Das hat zum Einen den großen Vorteil, dass dadurch Verpackungsmaterial gespart wird. Zum Anderen kannst du schon zu Hause absehen, wie viel Nudeln, Müsli, Nüsse, etc. du wirklich brauchst. Gehst du hingegen mit leeren Händen in den Supermarkt und schiebst dort einen großen Einkaufswagen vor dir her, so wirkt eine kleine Packung in dem Wagen immer verschwindend klein und vermittelt dir das Gefühl, dass du davon niemals satt werden kannst. Und dann passiert genau das, was seitens des Geschäfts mit dem großen Wagen beabsichtigt ist: Du kaufst viel mehr, als ursprünglich geplant.

Sonderangeboten widerstehen

Angebote klingen häufig so verlockend, dass wir unüberlegt zugreifen. Wir kaufen ein Sixpack Joghurt, obwohl wir normaler mit einem Paket durch den Monat kommen. Wir nehmen eine ganze Palette Äpfel mit, anstatt die geplanten sechs Stück… Und nicht selten landen genau diese Lebensmittel später im Müll. Schreib dir also am besten vorher auf, was du einkaufen willst, damit du nicht Gefahr läufst, überflüssigen Special-Price-Offerten auf den Leim zu gehen.

Wenn du diese drei Tipps beherzigst, dann kannst du bereits damit etwas an deinem Konsumverhalten ändern! Solltest du noch weitere Tipps haben, wie du Verschwendung von Lebensmitteln vermeidest, so lass es uns wissen. Wir freuen uns auf deine Tipps.

Quelle: Gerald Hüther: Würde. Was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft
Eine Hörprobe findest du unter: http://www.audible.de/pd/Wuerde-Was-uns-stark-macht-als-Einzelne-und-als-Gesellschaft-Hoerbuch/B07B9VGR9S?qid=1535622171&sr=sr_1_1&ref=a_search_c3_lProduct_1_1&pf_rd_p=34e3b439-2a21-4dff-af95-98a7a74a1f67&pf_rd_r=6GVB9126SVS927NPE9Y3&

Weitere Quellen:
http://www.proplanta.de/Agrar-Lexikon/Lebensmittelverschwendung+-+Zahlen+udn+Fakten

http://www.focus.de/politik/deutschland/lebensmittel-neue-haltbarkeitshinweise-fuer-lebensmittel_aid_675592.htmlAnzeige

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Doris Iding
Doris Iding ist Ethnologin, Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin mit Schwerpunkt Integration östlicher Heilverfahren in den Westen und bewusstseinsverändernde Techniken. Ihr besonderes Interesse gilt der Vermittlung eines neuen Bewusstseins, bei dem der Mensch nicht mehr dogmatisch an alten Traditionen und Lehren festhält, sondern sich dafür öffnet, dass alles miteinander verbunden ist. In ihren Artikeln und Seminaren vermittelt sie auf leichte und spielerische Weise, wie wir entspannt, achtsam und wohlwollend zu uns selbst finden können. Vierzehn ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.