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| Yoga Aktuell - Magazin für Yoga und Neues Bewusstsein |
| Haut Geheimnisse |
| Tipps aus Yoga und Ayurveda: wie man gestresste Haut vor dem Altern bewahrt und in gesunde, strahlende Haut verwandelt. |
Kennen Sie das Sprichwort: Bis 40 trägt man das Gesicht, das man von seinen Eltern bekam und ab 40 das Gesicht, das einem das Leben geschenkt hat. Darin steckt eine Wahrheit, und die ist oft eine frohe Botschaft für alle Personen, die stress-reduzierende Maßnahmen, wie etwa Yoga, zum Bestandteil des täglichen Lebens gemacht haben. Yoga-Asanas nähren nicht nur die inneren Organe, sondern sie kommen ebenso der Gesundheit und dem Teint der Haut zugute. Aber was können wir über Yoga hinaus noch tun, um alternde Haut gesund erscheinen zu lassen?
„Unser Gesicht und unsere Gesichtshaut bilden die körperliche Repräsentation all dessen, was wir denken und tun – ein untrüglicher Spiegel der Seele“, bemerkt die Inderin Pratima Raichur, Autorin von „Wahre Schönheit kommt von innen“, (Droemer/Knaur). „Wenn Sie Ihr Aussehen verändern wollen, müssen Sie zuerst die Gedanken, Gefühle und Gewohnheiten ändern, aus denen der Stress und das Altern entspringen.“ Die gute Nachricht ist demnach, dass wir einen beträchtlichen Einfluss darauf haben, wie unser größtes Organ auf lange Sicht aussehen und funktionieren wird. Wenn wir ein Leben unter ständigem Druck, unzureichender Ernährung und zu wenig Schlaf führen, dann wird der Stress, den diese Gewohnheiten dem Körper einbringen, schließlich auf unsere Haut übertragen. Andererseits wird unsere Haut anmutig und würdevoll altern, wenn wir uns in die Körperbedürfnisse einfühlen und lernen, einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Dem Ayurveda zufolge liegt ein Hauptfaktor für die Verschlechterung der Haut darin, dass wir die Bedürfnisse unseres individuellen Körpertyps ignorieren. Jeder von uns ist mit einer besonderen Geist-Körper-Konstitution geboren, die von den jeweils dominierenden Anteilen der drei Doshas – vata, pitta und kapha – im Körper charakterisiert wird. Jeder der drei Körpertypen ist mit jeweils anderen Herausforderungen konfrontiert und altert unterschiedlich. Der erste Schritt zur Erhaltung einer gesunden Haut besteht also darin, den Bedürfnissen unserer spezifischen Konstitution Beachtung zu schenken. Diejenigen, bei denen vata dosha dominiert, werden die Vata-Eigenschaften in ihrer Psyche und Physis widerspiegeln. Sie werden zu leichter Körperstatur neigen, mit dünnem, gekräuseltem und trockenem Haar, sowie feiner, zarter Haut, mit der Tendenz zu Trockenheit, vorzeitigen Falten und stumpfem, glanzlosem Aussehen. Pitta-Typen zeigen sehr empfindliche Haut. Darum tendieren Menschen dieses Körpertyps mehr zu Falten, Altersflecken und zu Sommersprossen aufgrund von Sonneneinstrahlung. Pittas reagieren auch extrem sensitiv auf Chemikalien in persönlichen Hygiene- und Kosmetikprodukten, die dann Ausschlag oder andere Reaktionen verursachen können. Kapha-Typen neigen zu langsameren Altern, im Vergleich zu den beiden anderen Körpertypen. Ihre Haut ist dicker und Falten deshalb weniger ausgeliefert. Das Hauptproblem für Kapha-Personen ist ihr geringes Verdauungsvermögen, was oft zu einer Akkumulierung von ama oder toxischen Abfallstoffen im Körper führt. Und dies kann die Zuteilung von Nährstoffen an die Haut beeinträchtigen und ölige, raue, glanzlose Haut mit vergrößerten Poren schaffen. Sobald Sie sich einmal über die Bedürfnisse Ihrer individuellen Haut Gedanken gemacht haben, ist es an der Zeit, den Stress in Ihrem Leben näher zu betrachten – sowohl den Stress in Ihrer Umwelt wie auch den Stress im täglichen Leben. „Stress ist eine der Hauptursachen für die Verschlechterung der Haut und das vorzeitige Altern“, meint Dr. Rama Mishra, einer der Experten auf dem Gebiet der ayurvedischen Körperpflege. „Er nimmt Einfluss auf das Gleichgewicht der doshas und auf den delikaten Vorgang der Transformierung von Nährstoffen zu Körperzellen, auch zu Hautzellen. Viele der Hautveränderungen, die wir als normalen Ausdruck des Alterns betrachten, wie etwa Falten, Pigmentveränderungen oder braune Flecken, werden durch Stressfaktoren der Umwelt hervorgerufen, und sind darum eigentlich vermeidbar. Luftverschmutzung, Sonnenbestrahlung, Alkohol, Zigarettenrauch (auch als passiver Raucher) und Chemikalien in Kosmetika wie im Wasser greifen allesamt die Haut an. Anhaltender Stress wird in etlichen langfristigen Veränderungen von Haut und Haaren sichtbar. Der Körper wird Nährstoffe von der Haut zu lebenswichtigen Organen, wie Herz, Gehirn und Lunge, umdirigieren; ein Prozess, der allmählich die Haut jene Ernährung vermissen lässt, die sie eigentlich benötigt. Eines der größten Versprechen, das Sie sich selber zugunsten einer Stressreduzierung geben können, ist, dass Sie Ihre Yoga-Übungen regelmäßig ausführen. Yoga-Stellungen rufen tiefe Entspannung hervor und helfen Ihnen, Ermüdung und Anspannung zu vermeiden. Tiefes Atmen normalisiert den Blutdruck und befreit von jenen Verspannungen, die für Kopf- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und Magenschmerzen verantwortlich sind. Die Schlüsselfrage für Sie ist nun, wie Sie die Ihnen angemessene Meditationsweise finden und wie Sie diese dann ständig durchführen! Ein guter Lehrer kann hier den großen Unterschied machen, da er Ihre Fragen beantwortet und bei der Überwindung Ihrer anfänglichen Schwierigkeiten hilft. Legen Sie also für sich ein persönliches Körper- und Hautpflegeprogramm fest, das Ihrer ayurvedischen Konstitution entspricht; vermindern Sie dazu den Effekt von Umweltseinflüssen auf Ihre Haut – und Sie werden sich eines äußeren Strahlens erfreuen, das der Widerschein Ihres inneren Gleichgewichts und Ihres allgemeinen Wohlgefühls ist. |
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