| Bei Yoga-Übenden hört man immer wieder Fragen wie: Wieso komme ich nicht bis zu meinen Zehen? Wie kann ich meine Flexibilität steigern? Warum ist da immer eine Stelle am Rücken, die steif ist? Soll ich mich trotz Schmerzen weiter dehnen? Warum kann ich mich plötzlich weiter strecken, nachdem ich eine Zeit lang in einer Position verharrt habe? Und weshalb ist das Atmen in den Yoga-Haltungen so wichtig? Nachfolgend finden Sie einige Antworten aus physiologischer bzw. anatomischer Sicht.
Stütz-, Bindegewebe und skelettale Muskeln Die Körperstruktur erlaubt Bewegungen des gesamten Körpers – Beugung, Drehung und Wendung. Diese strukturelle Integrität hängt von skelettalen Muskeln und den Stütz- wie Bindegeweben ab. Die Skelettmuskeln machen 70% des Körpergewichts aus. Die Stütz- und Bindegewebe umfassen die Knochen, Gelenke, Knorpeln, Bänder, Sehnen und Fasergewebe des Körpers. Die meisten der organisierenden und unterstützenden Strukturen des Körpers sind in diesen zwei Gewebearten eingeschlossen. Die Knochen stützen den Körper und schützen die verletzlicheren Organe wie Herz, Lunge und Gehirn. Knochen sind erstaunlich elastisch, biegsam unter Druck und schnellen wieder zurück, sobald der Druck nachlässt.
Knorpel tragen zur Formgebung von Strukturen, wie z.B. Nase oder Ohren bei. Sie verbinden u.a. die Knochen und verleihen manchen Körperbereichen Beweglichkeit, so z. B. dem Brustkorb bei der Ein- und Ausatmung. Glatter, gleitfähiger Knorpel findet sich an den Knochenenden in den Gelenken, z. B. im Knie und Ellbogen, wo er schmerzfreie Bewegungen ermöglicht. Ein fadenähnliches Material namens „Kollagen“ ist Bestandteil fast aller Bindegewebe. (Kollagen bildet auch den Hauptbestandteil von Leder, der zähesten Schicht der Tierhaut.) Kollagen verleiht den stützenden Geweben Stabilität, ähnlich wie Stahldraht Beton Stärke verleiht. Das Kollagen in den Knorpeln lässt sich in etwa mit den Fasern einer Mango-Frucht vergleichen. In...<<< Ende des Auszugs >>> |