Genau wie Yoga ist auch Tanz in all seinen vielfältigen Formen und Stilen eine körperliche Ausdruckform, die unmittelbar mit unserem Spirit, unseren Emotionen, unserer Seele verbunden ist. Dass es Ähnlichkeiten und Berührungspunkte gibt und sich komplementäre Benefits ergeben, lädt dazu ein, beide Bewegungswelten zusammenzubringen. Immer mehr Yogis entdecken, wie sehr Tanz sie inspiriert und ihre Yogapraxis befruchtet, während zugleich viele Tänzer Yoga als Ergänzung und als Ausgleich zu ihrem Tanztraining sehr schätzen. Beim neuen Robinson-Event „Yoga meets Dance“ werden Yoga und Tanz gleichermaßen zelebriert, wobei von „nicadance“ bis Latin ganz unterschiedliche Ausprägungen des Tanzes vertreten sind. Die bekannte Yogalehrerin Christiane Wolff, die dort mehrere Workshops unterrichtet, hat YOGA AKTUELL drei Fragen zur Faszination der Verschmelzung von Yoga und Tanz beantwortet.

YOGA AKTUELL: Wie können Tänzer – bis hin zum Profi-Bereich – Yoga für sich nutzen, und welche Impulse aus dem Tanz können Yogis in ihre Yogapraxis hineintragen?
Im Tanz werden durch Rhythmus und Bewegung starke Kraftfelder geschaffen, die körpereigene Energien aktivieren und freisetzen und so Kraft, Körpergefühl, Balance und Beweglichkeit schulen. Gleichermaßen ist Tanz ein körperlicher und künstlerischer Ausdruck von Emotionalität. Tänzerinnen und Tänzer erzählen bewegte Geschichten und lassen Musik lebendig werden.
Der Yoga fördert und fordert Achtsamkeit und ein einfühlsames inneres Beobachten. Im Yoga geben wir den inneren Welten einen Ausdruck, um uns selbst näherzukommen. Dabei lernen wir unsere Stärken und Schwächen kennen. Wir lernen, uns selbst sowie andere zu verstehen und zu unterstützen und wir lernen, zu verzeihen.  
Wir fließen auf der Welle der Atmung, lernen, eher mühelos zu schwingen, und praktizieren Meditation in Bewegung. Das Erlebnis in der kleinen Welt des Körpers, sich dem Großen und Ganzen hinzugeben, ist eine wunderbare und intensive Möglichkeit, Muster aufzudecken und Bewusstheit zu erfahren.
Manche Yogis können sich vielleicht von der Lebensfreude, aber auch von der Disziplin, welche die Welt des Tanzens erfüllt, inspirieren lassen. Manche Tänzerin oder Tänzer könnten im Yoga erfahren, dass sich übertriebene Verbissenheit in passendes Engagement ändern lässt und Gelassenheit, Wertschätzung und Mitfühlen glücklicher machen als Konkurrenzdenken.

Beim Event „Yoga meets Dance“ lässt du die Wirbelsäule tanzen und widmest eine Stunde dem tanzenden Shiva, bietest aber auch Dehnübungen und Core Yoga für Tänzer an – du näherst dich dem Thema also aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Auch Shakti Dance steht auf dem Programm. Was verbirgt sich hinter Shakti Dance?
Die bewegende, weibliche, verbindende Energie nennen die Yogis „Shakti“. Sie symbolisiert Kreativität, Harmonie und Freude. In dieser Stunde verschmelzen fließende, kreative Yoga-Elemente zu einem sinnlichen, femininen Tanz. Dynamik wechselt mit Ruhe − kraftvolle Anstrengung mit meditativer Entspannung. Aus dem eleganten Fluss äußerer Bewegungen entwickelt sich ein sensibles Körpergefühl, die Harmonisierung der inneren Bewegungen von Gedanken, Gefühlen und Energie.

Worin liegt für dich, ganz kurz gesagt, die gemeinsame Essenz von Yoga und Tanz?
Ich denke, Hingabe ist die größte Gemeinsamkeit von Yoga und Tanz. Beides braucht eine tiefe Liebe zum Tun, ein Feuer der Begeisterung, und gleichzeitig schenkt beides ein unbegrenzte Freude.

 

Christiane Wolff zählt zu den bekanntesten deutschen Yogalehrerinnen und Pilates-Expertinnen.
www.christiane-wolff.de

Mehr zum Event „Yoga meets Dance“ im Robinson Club Ampflwang (Termin: 08.11.–13.11.) unter www.robinson.de

 

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