Wer Platz schafft, bringt Ordnung, Klarheit und frische Energie in sein Leben. Und das geht oftmals leichter als gedacht. Ein erster Schritt reicht.

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Damit unser Leben gut und harmonisch verläuft, sollte unsere Energie in allen Bereichen fließen. Mit uns selbst verhält es sich ähnlich wie mit einem Fluss: Je mehr Äste und Abfall sich in einem Flussbett ansammeln, desto schlechter fließt das Wasser.

Wie wichtig ein gesunder und harmonischer Energiefluss ist, wissen Traditionen wie Qigong, Feng Shui, Yoga und Vastu. Sie vermitteln uns einfache Maßnahmen, durch die wir gesünder leben, entspannter wohnen, effektiver arbeiten, ruhiger schlafen und uns eine Umgebung schaffen können, in der die Energie fließt. Dies alles stärkt uns und schenkt uns Kraft für den Alltag. Besonders geeignet hierfür sind der Herbst und das Frühjahr. Also! Worauf wartest du noch? Befreie auch du dich jetzt von altem Ballast und Energieblockaden.

Den alten Lehren zufolge ist unser körperliches und geistiges Befinden ein Spiegelbild unseres äußeren Umfelds. Fließt die Energie in unserem Körper, ist auch unsere Umgebung aufgeräumt, frisch und klar. Fließt sie nicht, kommt es zu Blockaden auf allen Ebenen. Hier ist Reinigung angesagt. Gemeint ist ein umfassendes Aufräumen und Loslassen und die Bereitschaft, unsere eigenen inneren und äußeren Räume ganz frisch und unvoreingenommen zu öffnen sowie die Energieblockaden dort zu sehen, zu hören, zu riechen, zu schmecken und zu fühlen, wo sie wirklich sind. Achtsam. Wertfrei. Unvoreingenommen.

Von innen nach außen

Gemeint ist das Aufräumen von innen nach außen. Vom Kleinen zum Großen. Unmittelbar bei uns selbst anzufangen, ist die Basis. Ein gereinigter Körper und Geist ziehen eine klare Umgebung nach sich, in der die Energie fließt. Beginne deshalb an dem Ort, an dem die meisten Abfälle gelagert werden: im Darm.

Unser Darm ist ein bevorzugter Platz für unverdaute Essensreste. Diese wandeln sich im Nu zu Schlackenstoffen und werden schnell zu Energieblockaden. Folgende Rituale unterstützen dich darin, die Energie hier wieder zum Fließen zu bringen:

Fastentage

Gönn dir in regelmäßigen Abständen (zum Beispiel alle zwei Wochen) ein bis zwei Fastentage. Als Vorbereitung kannst du am Vorabend einen Öleinlauf machen, der den Darm entlastet. Am eigentlichen Fastentag verzichte entweder bis zum Mittagessen oder aber den ganzen Tag strickt auf Nahrung und trinke über den ganzen Tag verteilt nur Tee, Wasser oder Obst- und Gemüsesäfte.

Morgenfasten

Trinke nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser und rege damit deine Verdauung an. Trinke über den Vormittag verteilt Tee, warmes Wasser oder frisch gepressten Fruchtsaft, der dem Körper frische Vitamine zuführt. Genieße jedes einzelne Getränk und stell dir dabei vor, dass du deinen Körper dadurch bewusst unterstützt, sich von alten Schlacken zu befreien und ihm frische Energie schenkst.

Teefasten

Trinke über den ganzen Tag – oder das ganze Wochenende – verteilt Kräutertees. Vermeide nach Möglichkeit rote Früchtetees. Diese führen zu einer Übersäuerung des Körpers. Schwarze Tees solltest du ebenfalls vermeiden, denn sie enthalten Koffein. Als Ergänzung zum Teefasten eignet sich die „Basensuppe“. Die findest du im Reformhaus oder Bioladen. Sie versorgt den Körper mit Mineralien und Vitaminen.

Obstfasten

Gönn dir einen ganzen Tag lang frisches Obst. Obst enthält viele Vitamine und heilsame Wirkungsstoffe und reinigt den Darm. Folgende Obstsorten tun deinem Organismus gut: Ananas, Apfel, Aprikose, Feige, Melone, Papaya und Weintrauben.

Faste an einem Tag, an dem du Zeit für dich hast und stell dir an diesem Tag immer wieder folgende Frage: Wer oder was schenkt mir Energie? Wer oder was raubt mir Energie? Lade dir nach solch einem Tag bewusst das in dein Leben ein, was dich nährt, und verabschiede dich von sichtbaren und unsichtbaren Energievampiren.

Energieblockaden aus dem Herzen ziehen

Alte Meinungen, festgefahrene Glaubenssätze und negative Haltungen anderen Menschen gegenüber loszulassen sowie ihnen unvoreingenommen zu begegnen, setzt ungeahnte Energien frei. Nur dann kann es auf der Beziehungsebene konstruktiv und wohlwollend weitergehen und nur dann kann auch wieder gute Energie fließen.

Diese Übung empfiehlt sich, wenn du mit einem Menschen ein Problem hast, mit ihm im Klinsch liegst oder möglicherweise gar keinen Kontakt mehr hast:

Zieh dich an einen ruhigen Ort zurück. Komm in eine aufrechte Sitzhaltung und schließ die Augen. Stell dir den Menschen vor, mit dem du Schwierigkeiten hast. Denke an jene Aussagen oder Handlungen, die dich besonders verletzt haben. Reibe anschließend deine Handflächen ein paar Mal aneinander, sodass die Selbstheilungsenergie der Hände freigesetzt wird. Leg die Hände dann auf dein Herz und massiere es sanft. Stell dir vor, dass du in deiner Vorstellung mit Daumen und Zeigefinger einen Stachel als Symbol für diese Verletzung aus deinem Herzen ziehst. Der Stachel ist so lang, wie die gefühlte Verletzung war. Manchmal sind es auch mehrere Stacheln und es braucht seine Zeit, bis du sie sorgsam aus dem Herzen ziehen kannst. Ziehe so lange, bis du das Gefühl hast, dass dein Herz wieder frei ist, sodass die Energie zwischen beiden Herzen wieder fließen kann und du offen dafür bist, dem Menschen unvoreingenommen zu begegnen. Manche Verletzungen sind so tief, dass man die Übung wiederholen muss, bevor sie ihre tiefe Wirkung erzielt.

Augen auf statt Türen zu

Wenn du selbst mit frischer Energie geladen bist, wirst du gleich mit viel offeneren Augen durch deine Wohn- und Arbeitsräume gehen und erkennen, wo ein Durcheinander herrscht oder Gerümpel ist, der Energiefluss behindert. Herrscht hinter Vorhängen oder in Schubladen und Schränken Unordnung oder stapeln sich dort angeschlagene Dinge oder kaputte Kleidung, kann die Energie ebenfalls nicht fließen. Manche Räume fühlen sich schon aus der Ferne so unangenehm und schmutzig an, als würden wir mit den Händen durch ein unsichtbares Spinnennetz greifen. Andere Räume können so unverkennbar muffig riechen, als hätten wir sie seit Jahren nicht gelüftet. Auch wenn diese Unordnung jetzt vielleicht nicht offensichtlich ist, so wirkt das Durcheinander trotzdem. Die Energie stagniert und unser Leben bekommt einen schalen Beigeschmack. Je liebevoller und achtsamer du dich diesen Räumen zuwendest und Ordnung schaffst, desto schneller wird die ungesunde, stagnierende Energie sich in Luft auflösen und das Leben wird wieder leichter fließen.

4 Schritte zu frischer Energie

Schritt 1: Verschaffe dir einen Überblick

Mach dir eine Liste und geh durch alle Räume, um die unordentlichsten Bereiche aufzulisten und in überschaubare Segmente zu unterteilen. Dadurch gewinnst du einen Überblick und überforderst dich nicht damit, gleich die ganze Wohnung oder das ganze Büro auf Vordermann bringen zu müssen.

Schritt 2: Schritt für Schritt

Nimm dir einen Raum nach dem nächsten vor: Vom Kleinen zum Großen lautet hier die Devise. Besonders niedrige Energien sammeln sich gerne im Schmutz, Staub und Dreck. Eine gründliche Reinigung ist die Basis dafür, dass Energien wieder fließen können. Damit ist gemeint, alle Schränke auszuräumen und unter und hinter Betten, Regalen und Schränken zu putzen. Stell dir dabei vor, dass du nicht nur Schmutz beseitigst, sondern auch gleichzeitig alle negativen Energien, die durch Grübelei, Streit oder Stress entstanden sind und sich im Verlauf des Winters angesammelt haben. Befreie dich von all den Dingen, die angeschlagen, halbfertig oder defekt sind oder nicht regelmäßig verwendet werden.

Schritt 3: Halte dir das Ziel vor Augen

Sich von Altlasten zu befreien, sowohl physisch als auch mental, kann anstrengend und zeitaufwendig sein und an traurige oder unangenehme Ereignisse erinnern. Bleibe trotzdem dran und halte dir das Ziel vor Augen: Klarheit und frische Energie. Nimm dir dafür am besten einen Abend pro Woche oder einen Nachmittag pro Wochenende vor – so lange, bis du alle Räume gereinigt hast und die frische, wohltuende Energie in allen Räumen spürbar ist.

Schritt 4: Halte die Ordnung bei

Damit die Energie in deinen inneren und äußeren Räumen auch weiterhin fließt, tust du gut daran, eine gewisse Ordnung beizubehalten:

  1. Stell sicher, dass sich nicht wieder „Zeug“ ansammelt und räum die Sachen an den Ort, an den sie hingehören.
  2. Mach einen „Jour fix“ fürs Reinemachen, am besten einmal pro Woche oder alle 14 Tage. Verbinde einen Fastentag mit dem Aufräumen der Wohnung.
  3. Leere täglich den Papierkorb.
  4. Achte darauf, dass du keine abgelaufenen Lebensmittel aufbewahrst.
  5. Iss frisches Gemüse und nimm gesunde Kost zu dir. Damit beugst du Verschlackungen vor.
  6. Beseitige allen Kram neben und unter dem Bett sowie auf Tischen und Stühlen.
  7. Und die allerwichtigste Maßnahme: Lass auf keinen Fall zu, dass sich in deinem Kopf negative Gedanken, geistiger Müll oder destruktive Verhaltensweisen einnisten.

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